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Bill Gates erteilt dem 100-Dollar Laptop eine Abfuhr |
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Wo wäre die IT-Szene ohne Bill Gates - diese Frage mögen sich schon viele gestellt haben. Durch die Gründung von Microsoft und dessen Beiträge zur täglichen Erleichterung bei der Arbeit am PC wurden sicherlich viele Probleme überschaulicher und nebenbei innovative Technologien erst möglich. Die Visionen des reichsten Menschen der Erde wurden im Anfangsstadium zwar oftmals mit einem Lächeln und zugleich auch Fassungslosigkeit quittiert aber letztendlich gab ihm der Erfolg recht. Ginge es nach Bill Gates' Vorstellungen, so sollte in jedem Haushalt ein PC mit Microsoft-Betriebssystem stehen und der Mobiilität keine Grenzen gesetzt werden. Doch das kostet Geld und ist nicht für jedermann erschwinglich - was also dagegen unternehmen?
Aus diesem Grunde wurde das OLPC-Projekt ins Leben gerufen, welches sein Ziel im Grunde schon im Namen trägt: "One Laptop Per Child". Das Vorhaben, welches unter anderem von Google gefördert wird, hat sich das ergeizige Ziel gesetzt, den Kindern der Welt den Einstieg in die Informations-Welt so einfach wie nur irgendwie möglich zu machen. Mittels eines Laptops, dessen Anschaffungspreis die $100 nicht übersteigt, will man dies letztendlich bewerkstelligen. Dieser kommt ohne Festplatte aus und ist stattdessen mit einem 500 MB Flash Speicher ausgestattet. Als Betriebssystem soll Linux zum Einsatz kommen. Die Stromversorgung erfolgt notfalls über eine Handkurbel.
So richtig überzeugt scheint Bill Gates allerdings davon nicht zu sein. Auf einer Konferenz nahe Washington spöttelte er dezent über das Forschungsprojekt vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). "Wenn sie Leute einen Computer teilen wollen, dann schafft man eine Breitband-Verbindung und sorgt dafür, dass jemand da ist, der dem Benutzer helfen kann". Angesichts dieser Aussage könnte man glatt meinen, dass der Microsoft-Gründer lediglich den technischen Aspekt sieht, den pädagogischen Standpunkt allerdings als nicht sonderlich wichtig erachtet. Breitband-Verbindungen dürfte man zumindest in Entwicklungsländern nicht sonderlich häufig antreffen. "Nehmt einen vernünftigen PC, bei dem man den Text tatsächlich lesen kann und bei dem man nicht kurbeln muss, während man versucht zu tippen". Ja, schon klar - aber wer gibt denjenigen das nötige Geld um sich ein Gerät nach Bill Gates' Vorstellung zu kaufen? Bei aller Dankbarkeit für die unzähligen technologischen Helferlein sollte man doch zumindest Projekte wie das OLPC fördern und unterstützen anstatt es ironisch ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen. Der Schaffung neuer Sympathien dienten diese Aussagen defintiv nicht.
Laut der Website von OLPC wurden bereits erste Gespräche mit einigen Nationen geführt und China, Indien, Brasilien, Argentinien, Ägypten, Nigeria und Thailand haben sich demnach interessiert gezeigt. Als Verfügbarkeit wird Ende 2006 bzw. Anfang 2007 angepeilt.
Quelle: Hard Tecs 4U
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