PC-Gehäuse sind aus technologischer Sicht anspruchslos, wenn man sie mit anderen PC-Komponenten wie
CPU, Grafikkarte oder Motherboard vergleicht. Wenn das Design stimmt, lässt sich ein Gehäuse schon einmal für den gleichen Preis an den Mann bringen wie ein hochkomplexer Mainstream-Prozessor. Kein Wunder, große wie kleine Hersteller tummeln sich auf diesem margenträchtigen Markt. Viele asiatische Hersteller stellen zum ersten Mal auf der CeBIT ihre Produkte aus. Dabei ist deren Messestand kaum größer als eine Garage, doch voll gestopft mit Miditower, Desktops, HTPC oder andere Bauformen. Exotische Gehäuseformen sind nur vereinzelt in den Weiten der Messehallen zu finden. Das ändert sich jedoch schlagartig mit dem Betreten der Halle 27. Dort ist eine gute Handvoll für die Teilnehmer des Samsung WCG 2006 Contest ausgestellt. Hierbei handelt es sich im Einzeltstücke, die man nicht käuflich erwerben kann. Sie sollen die Fantasie der Case-Modder beflügeln und ihnen zeigen, was man alles aus einem PC machen kann. Das passende Material hierfür ist in verschiedenen Hallen zu finden, womit man sein PC-Gehäuse auch ohne Flex und Akkuschrauber aufmotzen kann. Will man selbst nicht modden, so kann man bei verschiedenen Herstellern auch ausgefallene PC-Gehäuse erwerben.
In punkto Form und Design wird für alle etwas geboten, sei es für konservative Heimanwender, den Spielefreak oder für die Chefetage. Alle Bereiche werden auch dieses Jahr in den heiligen Hallen der Computershow CeBIT gezeigt. Die wiederentdeckten Desktop-Gehäuse werden im Design an Hifi-Anlagen angepasst und sollen so den Weg ins digitale Wohnzimmer finden. Neudeutsch heißen diese HTPCs (Home Theater PCs). Neben ein paar wenigen schrillen Outfits haben sich die Hersteller fast alle auf silber, schwarz und weiß festgelegt. Aber damit kann man bei richtigen PC-Freaks keinen Blumentopf gewinnen und so haben fast alle kleineren Hersteller eine Freaknische eingerichtet. Bei Silverstone oder Chieftec sucht man diese Nische jedoch vergebens.