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CPU: AMD 64 3500+
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| Intel beendet das IDF mit vielen Neuerungen und Benchmarks gegen AMD |
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Intel beendet das IDF mit vielen Neuerungen und Benchmarks gegen AMD
Mit dem Developer Forum hat sich Intel eine hervorragende Plattform geschaffen um die IT-Welt auf seine neusten Entwicklungen, Visionen und Produkte aufmerksam zu machen. Eben beendete der Halbleiterhersteller das Frühlings IDF in San Francisco und wir wollen kurz zurückschauen. Das besondere an diesem IDF war die Tatsache, dass Intel seine kommenden Produkte gegen die Konkurrenz benchmarkte und stolz die Resultate präsentierte. Um es vorweg zu nehmen: ein spannender Sommer im Kampf um die CPU Krone zwischen AMD und Intel ist garantiert.
Der Marktleader hat sich weiter dem Strom und dessen Einsparungen angenommen. So sollen in Zukunft auch der Chipsatz, Hauptspeicher und die Grafikkarte deutlich Strom sparen und sich abschalten lassen. Hierfür präsentierte Chief Technology Officer (CTO) Justin Rattner einen Dual-Core Prototyp auf Basis der Silverton-Plattform und zeigte die von Intel genante Energy Efficient System Architektur (EESA). Dabei wurden der Hauptspeicher und die Grafikkarte komplett angeschaltet, dennoch blieb der Bildschirminhalt dank der „Self Refresh Display“-Technologie erhalten. Hierfür muss der Bildschirm selbstverständlich dieses Feature unterstützen. War alles abgeschaltet, also auch das Mainboard, zog der Prototyp nur noch 1 Watt. Zusätzlich soll laut Intel zum EESA auch ein Betriebssystem gehören, welches den Energiebedarf des Systems überwacht und steuert. Leider hat die Stromspartechnologie einen Hacken: werden dynamische Inhalte angezeigt oder Bildschirmschoner, welche auf das Internet zugreifen um z.B. die aktuelle Wetterlage anzuzeigen, funktioniert EESA nicht und das System bleibt voll aufgeschaltet.
Im Vorfeld konnten viele Gerüchte gelesen werden über eine kommende Hardware, welche zwischen Pocket PC und Tablet PC stehen soll. Selbst Microsoft hat mit der ungewohnten Geheimniskrämerei um den Origami der Gerüchteküche Vorschub geleistet. Mooly Eden, General Manager der Mobile Platform Groupe brachte dann Licht in das Dunkle und präsentierte einen Prototypen eines Ultra Mobile PC. Der UMPC setzte einen IA-32 Prozessoren ein und nutzt Windows als Betriebsystem, dabei kommt ein berührungsempfindliches Display zum Einsatz, welches wie bei eine Tablet PC auf Stifteingaben reagiert. Ein Werbevideo zeigt dann auch den möglichen Einsatzbereich eines UMPC als z.B. GPS-Navigationsgerät. Mittlerweile haben ASUS, Samsung und Founder entsprechende Geräte angekündigt. Alle haben ein 7 Zoll WVGA Display (800 × 480 Punkte), eine 30 – 60 GB 1,8 Zoll Harddisk und die ULV Version des Celeron M verbaut. Mit dem eingebauten Akkupack soll dann eine Betriebsdauer von 3,5 Stunden möglich sein. Samsung rechnet mit einem UVP von 800 Euro. Es wird sich zeigen, was mit diesem Gerät, welches weder Fisch noch Vogel ist, genau gemacht werden kann und ob es eine Rechtfertigung zwischen Pocket PC und Tablet PC hat oder gar eines der anderen Produkte verdrängt. Übrigens hat Microsoft ebenfalls das Geheimnis um den Origami gelüftet: Das Gerät ist ebenfalls eine UMPC, setzt aber ein C7-M Prozessor von VIA ein.
Justin Rattner, CTO stellte die Core-Mikroarchitektur vor, welche mit dem Merom (Notebook), Conroe (Desktop) und Woodsrest (Server) in der zweiten Jahreshälfte 2006 Einzug halten wird. Mit der Architektur kommen einige neue Features in den Blickpunkt Technikinteressierter, welche vor allem auch der Marketingabteilung des Marktleaders helfen werden, für seine Produkte Interesse zu erwecken.
Intel Intelligent Power Capability umschreibt eine Stromspartechnologie, welche es dem Prozessor ermöglicht feinstufig diverse Bereiche auszuschalten um aktiv Strom zu sparen. Mit Intel Advanced Smart Cache kommt ein gemeinsamer Level 2 Cache auf das DIE. Die Kapazität kann dabei dynamisch den einzelnen Kernen zugewiesen werden. Schläft ein Kern, kann der andere beispielsweise die ganze Kapazität nutzen. Intel Advanced Digital Media Boost umschreibt die SSE-Einheit, welche neu mit einer 128-Bit-Busbreite arbeitet, gegenüber von bisher 64 Bit. Der grosse Vorteil dabei ist, dass der Prozessor SSE Befehle anstatt bisher in zwei Takten in einem abarbeiten kann. Neu kommt der SSE-4 Befehlssatz hinzu. Intel Smart Memory Access umschreibt die vom Pentium 4 und Itanium bekannte Sprungvorhersage und das spekulative Weiterrechnen, noch bevor eigentlich klar ist, was der Kern tun soll. Sollte die Voraussage jedoch falsch sein, muss der Kern seine Ausführung beenden und von neuem beginnen. Intel Wide Dynamic Execution letzlich umschreibt das vierfache multiskalare Design der Architektur.
Intel liess sich nicht lumpen und verglich die Core-Architektur gleich mit seinen aktuellen Produkten. So soll der Merom rund 20 Prozent mehr leisten als ein aktueller "Core Duo" mit Yonah Kern. Dabei soll die Leistungsaufnahme gleich hoch bzw. tief wie beim Vorgänger bleiben. Ein Prozessor mit Conroe Kern soll gegenüber einem Pentium D 950 um rund 40 Prozent mehr Leistung aufweisen, bei gleichzeitig 40 Prozent weniger Energieverbrauch. Noch grösser wird der Leistungssprung eines Serverprozessors mit Woodcrest-Kern gegenüber eines Dual-Core Xeon mit 2,8 GHz. Rund 80 Prozent mehr Leistung soll gegenüber 35 Prozent geringerer Energieaufnahme möglich sein.
Eher ungewöhnlich ist die Tatsache, dass Intel seine neuen Produkte auch mit vergleichbaren Prozessoren des härtesten Konkurrenten AMD verglich. Am letzte IDF forderte AMD seinen Konkurrenten noch auf, einen Testparcour zu absolvieren. Intel nahm die Herausforderung nicht an. Die Zeiten und die Produkte ändern sich und so benchmarkte der IDF-Gastgeber einen AMD FX-62 (FX-60 um 200 MHz übertaktet) mit 2,8 GHz gegen einen Conroe, welcher mit 2,67 GHz getaktet wurde. Wie anzunehmen ist, übertrumpfte der kommende Spross von Intel seinen Konkurrenten in diversen Benchmarks teils deutlich. Die c’t konnte Messungen vor Ort vornehmen und kam auf folgende Ergebnisse.
Benchmark Athlon 64 "FX62" Conroe 2,67 GHz Unterschied
Fear 640x480 192 284 47%
Fear 800x600 183 272 48%
Fear 1280x960 152 176 16%
Quake4 1024x768 SMP 227,3 275,7 21%
Halflife2,1024x768 DirectX 119 146 23%
Media Encoding zu Divx 6.1 2:33 min 1:55 min 33%
Zum Einsatz kamen auf beiden Systemen eine ATI X1900XT Crossfire und 1 GB Speicher. Im AMD System kam ein DFi Mainboard mit ATIs RD480 Chipsatz zum Einsatz, während der Conroe auf die Unterstützung des i975 zählen konnte. Intel betonte noch, dass bis zur Markteinführung das System noch leicht schneller werden wird, da bis dann DDR2 800MHz unterstützt werden soll. Klar ist bei Benchmarks immer: glaub keinem Benchmark, welchen Du nicht selber gefälscht hast
Daher es beleibt abzuwarten, bis unabhängige Magazine die Messungen belegen können. Gamer werden von Intel künftig mit der „SnowGrass“ Plattform bedient, welche eine Conroe Extreme Edition und auf dem Mainboard verbauten NAND-Speicher beinhalten soll.
Ein weiterer Benchmark kam aus dem Serverbreich. Dort lies der Marktleader einen Opteron 2,6 GHz (Sun Fire x4200) gegen einen kommenden Woodcrest-Server (HP DL380) antreten und überflügelte den Konkurrenten ebenfalls. Bei einem Benchmark einen Finanzsoftware war der Woodcrest nach 24,2 Sekunden fertig, während der Opteron 13,5 Sekunden länger benötigte. Gleichzeitig verbrauchte der Neue von Intel 17 Watt weniger als der Opteron.
Die beiden Benchmark zeigen deutlich, dass AMD seinen Konkurrenten aufgeweckt hat und dieser nun wie es scheint getreu seinem neuen Slogan „Leap ahead“ einen Sprung nach vorne nehmen wird. Die Vorzeichen für den Sommer und Herbst in diesem Jahr sind jedenfalls gestellt und man darf gespannt sein, was wirklich kommen wird. Es darf nicht vergessen werden, dass AMD mit dem Sockel AM2 ebenfalls eine Einsen im Feuer haben wird, wie heiss das sein wird, kann derzeit noch nicht nachvollzogen werden.
Eher unspektakulär ist die Ankündigung, dass Intel künftig auch Stück Kuchen im Markt mit Netzwerkspeicher abhaben will. So soll mit dem SS4000-E ein Gerät für den SOHO (Small Office und Home Office) Bereich auf den Markt kommen. Das NAS ist mit einer XScale-CPU ausgestattet, welche mit 400 MHz getaktet sein wird. Im Gehäuse werden maximal vier 3,5 Zoll Laufwerke mit Serial-ATA Anschluss Platz finden, dabei können die Platten im den Raid-Modi 0, 1 und 10 betrieben werden. Der UVP soll ohne Harddisks bei 700 US-Dollar liegen.
Quelle: HardTecs4U
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